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Eine Mauer ist gefallen

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Gebilde= Gedanken.

Eine Mauer ist gefallen, andere werden errichtet.

Welcher ist der Sinn der Mauer? Ich denke nach:

Als der Mensch angefangen hatte Mauern zu bauen, was hatte er damit bezweckt? Hm… vielleicht, sein Eigentum Anspruch zu mitteilen, zu schützen und ja! Genau! Grenzen zu ziehen zwischen „Mein und Dein“. Das wurde wahrscheinlich akzeptiert, bis zu dem Punkt, wo ein Notstand entstand. Notstand? Ja, Hunger und Katastrophen jeglicher Art.

Da musste man diese Grenzen, Mauern beschützen. Wenn man stark war, schaffte man es. Die Schwachen unterlagen und hatten plötzlich nichts. So schaffte man sich Hilfe- Soldaten. Kriege entstanden. Ganze Städte wurden ummauert. Dann ein ganzes Reich China. Was hatte man da eigentlich beschützt?  Immer noch sich selbst, seine Familie und Nahrung? Nein. Hier ging es schon um mehr. Hier ging es nunmehr um Politischen Einfluss und einnahmen im größerem Still. Und nicht nur. Hier beschützte man ganze Völker und ihre Kultur. Fielen die Mauern, bedeutete es in der Regel den Untergang ganzen Kulturen und Völker. Zumindest das wissen wir aus der Geschichte.

Nur ein mall war es nicht so. Als die Deutsche Mauer fiel. Was da zu Grunde ging, war ein Politisches System. Das durch zwei verschiedene politische Kräfte geteilte Volk, wurde wieder vereint.

Neue Bunde wurden geschlossen, Grenzen durchgängig gemacht. EU ist entstanden. Die Bürger dieses Bundes konnten sich frei innerhalb dieses Bündnisses bewegen, ebenso ihre Erzeugnisse.

Während dessen wurden in nächster und weiterer Nachbarschaft von der EU schreckliche Kriege und Revolutionen  ausgetragen und die meisten dauern noch. Wieder möchte man sich und sein Wohlstand schützen. Neue Mauern entstehen, reichen aber nicht mehr. Die grenze der EU hat die Ufer von Mittelmeer erreicht. Auf dem Meer kannst Du keine Mauer bauen.

Es kommen aber keine Soldaten um Diese Mauern zu überwinden.  Es kommen Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten und aus Gegenden, wo Hunger und Willkür herrschen. Tausende kommen und in ihrer Not überwinden sie jedes Hindernis. Wo soll man jetzt die Mauer errichten? Man hat die Lösung. Die Flüchtlinge werden in Lagern eingeschlossen hinter einer Mauer. Die Lager sind übervoll und jeden Tag mehr. Die soziale Last wird immer grösser. Die einzelnen Völker, welche sich mit dem Vorhaben einen besseren Wohlstand zu erreichen zusammengeschlossen haben, wollen diese Last nicht mehr gemeinsam tragen. Sie schieben diese den schwächeren von ihnen zu. Das sind die Länder in den Grenzregionen um das Mittelmeer. Deren Mauern werden nicht standhalten. Was wird weiter geschehen? Mauer, Mauer… In meinen Gedanken erscheint eine Erinnerung aus alten Zeiten. Ja, da gab es noch eine andere Mauer.  Die Römische Mauer. Ist interessant, Die Römer haben sie damals gebaut um sich zu schützen von der Gefahr, welche von den Räuberischen Völker von Norden kam.  Nun bräuchte man diese zum Schütze vor Hungernden Völker von Süden. Wäre das dann die Lösung? Wohl nicht. Den Hunger und den Krieg muss man stoppen, dann stoppt man auch die Flüchtlinge. Niemand verlässt gerne sein Heim, sein Dorf, seine Stadt, seine Heimat, seine Familie und Freunde und begibt sie auf eine Reise mit ungewissem Ziel voll Gefahren, Erniedrigungen und Unverständnis.

Sind etwa die Menschen aus Europa in gewissen Epochen nicht nach Amerika, Australien, Afrika ausgewandert? Haben diese das aus Lust am Abenteuer gemacht oder vielmehr aus Notwendigkeit ein besseres Leben zu suchen, weil sie in ihrer alten Heimat vor dem Krieg, Hunger, und oder Verfolgung  fliehen mussten?

Mehr oder weniger sind alle diese Sachen allen bekannt. Na und? Was soll ich damit? Was soll ich machen? Ich, ein einzelner? Was kann ich bewirken, wenn die Großen und Mächtigen sich die Köpfe einschlagen um mehr Macht über die Schwachen zu erlangen? Bewirken vielleicht nichts, aber am Anfang möglicherweise reicht auch nur das Verstehen warum und wieso.

Lassen wir vorläufig die Schweiz, deren Abstimmung gegen die Personenfreizügigkeit  die Gemüter angeheizt hatte, aus dem Blickfeld. Schauen wir uns lieber an, wie es aussieht und auch ausgesehen hatte die ganzen 50 vergangene Jahre hindurch in dem  von Krisen geschüttelten Griechenland.

Vor meinem geistigen Auge zeichnet sich ein Kreis. Sein Anfang, die 50 und 60 Jahre. Nach dem Bürgerkrieg war das Land von jeder Hinsicht in Trümmer. Das Volk versuchte sich nach dem Krieg und anschließendem Bürgerkrieg zu erholen, es hungerte, es fehlte an allem. Junge Menschen, die im Stande waren zu arbeiten, füllten die Züge nach Nord Europa: Deutschland, Belgien, Schweden, England und Frankreich. Sie füllten die Schiffe nach Amerika und Australien um dort zu arbeiten und das auch nicht immer legal. Die sind damals die „Wirtschaft Flüchtlinge“ gewesen. Viele sind dort auch geblieben und sind erfolgreich geworden und wertvolle Bürger dieser Länder geworden, haben dort Familien gegründet und ihre Nachkommen sind voll integriert und assimiliert in der Gesellschaft dieser Länder. Viele hat auch das Heimweh nach Jahrzenten wieder zurück in ihre Heimat getrieben, wohin sie als wohlhabende Unternehmer zurückkehrten. Viele von ihnen haben auch zu dem Wirtschaftlichen Aufschwung beigetragen, welcher dem Land zum EU Beitritt verholfen hatte. Und siehe da! Irgendwann in den 80, 90 Jahren ist sogar Griechenland zum Einwanderungsland geworden.  Der Norden des Landes wurde von Albanern überschwemmt, der Süden von Libanesen, Irakern, und anderen Ländern aus dem nahen und fernem Osten, Athen empfing unzählige Polen, Russen, Georgier und Ukrainer, Männer und Frauen. Ganze Stadtviertel von den Städten wurden von Pakistani, Chinesen und Afrikanern bevölkert. Noch 2008 auf einer Reise nach Dubai, erzählte mir ein Pakistanische Taxifahrer, dass sein Bruder in Griechenland lebt und arbeitet und dass es ihm dort sehr gut geht und eben dieser Taxifahrer erwähnte auch dorthin auszuwandern. „Das Gelobte Land“.

Dann kam die Krise. Katastrophale Arbeitslosigkeit traf dieses Land. Die Menschen verzweifelten. Die Katastrophe traf die illegalen Einwanderer zuerst und am schwersten, denn die waren auch unversichert und ihre Rücklagen, falls sie überhauptwelche hatten, haben sie ihren Verwandten in ihre Heimat geschickt. Mit mühe und not traten sie die Reise in ihre Heimat zurück. Am besten waren die Polen daran, den diese auch wenn sie vorher im Lande illegal waren, mit dem Beitritt dieses Landes Der EU, waren sie plötzlich durch diesen Status legal im Lande und konnten ihrem Beruf nachgehen. Polen erlebte aber einen fantastischen wirtschaftlichen Aufschwung und die Mehrheit von den Polnischen Einwanderern trat ihre Rückkehr an. Die Straßen Athens leerten sich. Viele Wohnungen blieben unvermietet. Nur die Gestrandeten sind geblieben, gejagt und geschimpft von der neu erwachten Ultrarechtsradikalen Gruppe, die sich sogar den Einlass ins Parlament erzwang. Der Kreis hat sich geschlossen. Junge Griechen packen ihre Koffer. Sie wandern aus, auf der Suche nach Arbeit, einem besseren Leben… Und dort, wo sie ankommen, was erwartet sie? Auch Rechtsradikale Banden, die sie jagen werden, damit sie die angestammte Kultur des Landes nicht gefährden? Oder einfach, weil sie auf dem reichgedeckten Tisch als Mitesser nichterwünscht sind? Warum? Hat man Angst, dass das Essen nicht für alle reicht? Das würde bedeuten, dass es bekannt ist, dass es nicht für alle reicht!

Die Mauer muss her! Am besten die Römische, da gibt es noch das Fundament! Da kann man darauf bauen! Ist das die Lösung? Ich fürchte das nein, denn wenn der Hunger im Süden sehr groß wird, besteht da keine Mauer und wenn die Hungernde mehrere werden als die Satten… dann „Gnade der Gott ihnen“!

Gibt es denn keine Lösung? Doch.  Nur vernünftige Wirtschaft und umsichtige Politik welche nicht nur nach gewinnen trachtet, sondern dort  wo sie heute ausbeutet, morgen investiert, entwickelt und aufbaut. Kapital hat keine Nationalität, ist überall willkommen, wenn es vernünftig eingesetzt wird, mit Achtung und Respekt vor den einheimischen, nach ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten. Will Mann das? Es gibt noch die Mauer…

 Übrigens, die Theorie des Kreises, welche ich vorhin beschrieben habe, die gibt es wirklich und wir alle wissen es. Noch schlimmer, die gilt für alle Länder und ist allgegenwärtig. Es hängt nur von uns ab, wie groß dieser Kreis wird und somit, wie schnell er sich schließt!!!!

 

Klima Katastrophen

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Gebilde= Gedanken.

.Klima Katastrophen.

Es ist sicher nicht das erste Jahr, wo so etwas passiert.

Wir alle, im Norden wie im Westen versuchen uns zu wehren, jeder auf seine Weise. Schliesslich merken wir, dass wir gegen die Natur überhaupt nichts tun können. Kleinen Feuer löschen wir, kleine Überschwemmung können wir verhindern, Erdbeben gar nicht, nicht einmall können wir es voraussagen und katastrophale Wetter Entwicklungen können wir auch nicht beeinflussen.

Lediglich in den bereits bestehenden schlechten Lebensbedingungen können wir uns richtig oder falsch verhalten.

Sicher haben wir unsere Atmosphäre verpestet, unseren Sauerstoff Vorrat verschwendet, die bestehende Fauna und Flora vernichtet, aber ich kann mir nicht vorstellen, das wir verantwortlich sind für die Veränderungen am Golfstrom. Die sind es, welche unser Klima derart veränderten. Es spielt eigentlich auch keine Rolle mehr, was verantwortlich ist oder nicht. In dem, was um uns passiert, können wir uns nur richtig, oder falsch verhalten.

Wenn wir unsere Häuser am Boden vertrockneter Seen oder Flussbeete bauen, unser rar gewordene Trinkwasser vergiften, unsere Umgebung mit wertvollem Mist übersäen, alles mit Beton zudecken, Brände legen, welche wir dann nicht imstande sind einzudämmen, dann sind wir selbst schuld und nicht so sehr das veränderte Wetter. Dass ist aber auch das, was wir imstande sind zu ändern. Unser Verhalten innerhalb eines Zustandes, welchen wir im Moment nicht fähig sind zu ändern. Es heisst Anpassung! Diese Gabe ist dem Menschen gegeben, der Mensch hat sie aber falsch verstanden. Anstatt sich selbst der Umgebung anzupassen, versucht er die Umgebung sich selbst anzupassen. Vergessen hatte er dabei aber den Begriff „die Zeit“ nur für uns spielt es eine Rolle. Wir sind sehr schnell vergänglich, unsere Umgebung bleibt und die die nach uns kommen, mögen vielleicht solche Veränderungen gar nicht, weil sie ihnen möglicherweise schaden. Hingegen wenn wir eine Art zu leben weiter geben, sich anzupassen an die Natur, welche uns umgibt und in ihr überleben lernen, gibt es für uns vielleicht eine Hoffnung.

Durch Überproduktion, kauf und gebrauch von Klimaanlagen und die Art und Weise wie wir unsere Städte bauen und gestalten retten wir uns sicher nicht.

Das schlimme ist, dass die Völker sich der Umwelt und ihres Schützes bewusst werden erst, wenn sie so ziemlich alles an Güter besitzen. Dann plötzlich meinen sie, jetzt wäre es genug, die anderen Völker sollen sich einschränken der Umwelt zu Liebe. Diese sehen natürlich den Wohlstand der ersteren und streben vehement danach. Recht haben sie. Jeder will das Beste für sich, aber bis es wirklich jeder bekommt, ist wahrscheinlich niemand mehr da, wem es nützen könnte!

Etwas müsste sich ändern. Für den Moment exportieren wir in die arme Länder das Wissen, wie man seine Umwelt zerstören kann um des „Wohlstands“ willen und zerstören dort dabei das für alle so wertvolles Wissen, wie man mit wenigem überlebt und an seine Umgebung angepasst mit wenigem auskommt und trotz dem glücklich und zufrieden wird. Was soll man dann machen? Sollen alle diese arme Völker weiterhin in Armut leben? Sicher nicht! Nur vielleicht, nach den Erfahrungen, welche die Menschen in den Industrialisierten Ländern gemacht haben, sollten die anderen die Fehler vermeiden, welche diese dabei machten. Die „Entwicklungsländer“ sollten viel mehr ihr wissen mit dem Umgang mit den wenigen Vorräten an Naturgüter an diejenigen weitergeben, die es längst vergessen haben! Wenn beide bewusst ihr Wissen nützen und es in Einklang bringen, gibt es vielleicht eine Hoffnung für alle. Leider braucht so etwas Zeit und Vernunft. Haben wir das!?

 

Das verschwundene Wort

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Ruinen= Kritik.

Das verschwundene Wort.

Verschwunden ist ein Wort, aus Zeitungen, Bücher, Gesprächen im Parlament, ja sogar vielleicht auch aus Gesetzen.

Ich suche dieses Wort auf der Straße, im Kino, Bars, und Zuhause auch, dann gehe ich weiter in Geschäfte, Büros und Fabriken.

Nirgends aber fand ich es. Da ging ich ins nahe Ausland, das eigentlich keines war, nur einfach ein Nachbarsland. Auch da suchte ich vergebens.

Wo ist nur dieses Wort verschwunden? Ist es verloren gegangen? Hat es sich versteckt, getarnt oder umbenannt?

An seine Stelle stellen sich mir im Weg andere Worte wie: Flüchtling, Illegale Einwanderer, Kriegsopfer.

Dann hadert man darum wer wie benannt werden soll. Wer kommt, wer bleiben soll. Einigkeit gibt es darüber keine, nur noch Streit. Ein Nachbar meint dies der andere das.

Keiner will dieses Verlorene Wort suchen gehen, es ist zu unbequem im eigenem Land zugestehen den Grund für diesen ganzen Aufruhr.

„Wir wollen Etwas, aber nicht so. Anderes, aber nicht zu viel.“ Die anderen wollen es gar nicht, denn sie wollen doch selbst die Nutzer des verlorenen Wortes sein.

Ihr Handwerker des Wortes! Wisst Ihr nun, was zu suchen ist? Ist es nur ein Wort, oder doch ein ganzer Begriff?

„Ein Glück! Dass niemand weiß, dass ich GASTARBEITER heiß´!“