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Flüchtlinge?

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Gedankenfalle.

Flüchtlinge?

Ja, dieses Wort ist mir bekannt.

Hinter ihm verstecken sich Bilder. Schreckliche Bilder. Und Zahlen. Riesige Zahlen.

Denken wir an die neuere Geschichte Griechenlands. In Europa heute beschäftigt sich damit niemand gerne. Es hinterlässt einen schlechten Beigeschmack der Mitverantwortung. Diese will selbstverständlich niemand tragen. Deshalb schiebt man sie wie üblich dem schwächeren Leidtragenden zu und ist man sie los. «Selber schuld» oder?

Kleinasiatische Katastrophe. 1 500 000 Vertriebene nur auf der Griechischer Seite. 500 000 auf der Türkischer. Der Erste Weltkrieg ist zu ende. Die Welt neu verteilt, die einen feiern Sieg, die anderen sind die besiegten, suchen nach Schuldigen, finden sie. Diese werden hingerichtet.

Das Land ist ruiniert wirtschaftlich und politisch. Wie sollen sie mit einem 25% Zuwachs völlig mittelloser Bevölkerung fertig werden? Fragt heute jemand, wie viele sind damals an Hunger und Krankheiten gestorben? Irgendwie ist das Leben in diesem Land dann weitergegangen. Die vormals Flüchtlinge hiessen von da an «Die Kleinasiaten» und hatten grösste Schwierigkeiten die Griechische Staatsangehörigkeit zu bekommen, da man immer noch hoffte, dass sie irgendwann zurückkehren werden. Viele hungernde Menschen sind auf welcher weise auch immer ausgewandert. Nach Amerika, Australien, Afrika. Sind das Flüchtlinge gewesen? Oder Auswanderer?

Der 2. Weltkrieg kam. Das Land konnte sich nicht in der Zwischenzeit wirtschaftlich erholen und schon kam die nächste Katastrophe. Wie es dazu kam, kann man anderswo nachlesen. Das wichtigste ist aber, die schreckliche Hungersnot von der Hitlers Macht verursacht. Das Verarmte erschöpfte Land sollte für die Versorgung der Besatzer und auch der übrigen Armee aufkommen. Für die Einheimischen sollte bewusst nichts bleiben, damit man den Wiederstand der Bevölkerung bricht. Die verhungerten Toten lagen zu duzenden auf der Strasse. Wer konnte, flüchtete von der Stadt aufs Land. Aber auch dort hatte man alle Nahrungsmittel geholt, oder zerstört.

Nach Ende des Krieges musste das Land wieder von 0. Anfangen. Amerika half. Auch Deutschland? Im Rahmen einer Vereinbarung: Als quasi Wiedergutmachung, sollten Griechische Arbeiter als «Gastarbeiter» ins Land geholt werden, in dem Wiederaufbau des Landes zu helfen. So wurde die totale Arbeitslosigkeit im Land bewältigt, Geld wurde Nachhause geschickt und zurückgebliebene Familien von grösster Not geschützt. Die Auswanderung setzte sich fort. Nach Europa, und ausserhalb. Aus diesem Geld, welches die Auswanderer Heim schickten und den Investitionen, welche sie nach ihrer Rückkehr getan hatten, erholte sich das Land allmählig.

Die Politischen Unruhen im Lande, verursachten auch durch die Erinnerung an den schrecklichen Bürgerkrieg, welcher nach Ende des 2.Weltkriegs in Griechenland folgte, liess das Land nicht zu Ruhe kommen. Nicht nur die Ressentiments, welche die Angehörigen Politischen Parteien gehörend, unterstützend jeweils die andere Seite hatten, waren daran schuld, sondern auch die Interessen verschiedener ausländischer Mächte. Das Militär putschte. Eine 7Jahre lange Zeit der schlimmen Unterdrückung folgte. In dieser Zeit, wer konnte, hat das Land verlassen. Als Flüchtling, als Auswanderer?

Nach dem Fall der Junta blühte das Land förmlich auf. Es wurde auch Ziel von vielen Flüchtlingen.

Dort, wo man glaubte, dass die Welt genug hatte von Kriegen und Aufständen, füllten sich bald die Strassen von Athen und anderen Griechischen Städten von Srilankesen, Vietnamesen, Libanesen, Polen, Tschechen, Serben, Kosovaren, Kroaten, Albanern, Kurden und Afrikanern. Ob alle diese Menschen Anspruch auf Asyl hatten? Wer weiss das heute schon. Aber eins ist sicher. Sie haben diesen bekommen. Vielleicht nicht offiziell, aber praktisch. Niemand jagte sie weg, nur durchbringen mit eigener Arbeit mussten sie sich selbst. Das Land konnte für sie nicht aufkommen. Noch weniger dann später, als es selbst überschuldet wurde und in äusserste wirtschaftliche Not geriet. Auch über die Hilfe, welche es von der Europäischen Gemeinschaft bekam, brauchen wir nicht diskutieren, weil sie peinlichen schlechten Beigeschmack verursacht, wie schon einmal erwähnt. Da gab es wieder Bewegung in der Auswanderung und gleichzeitig Einwanderung. Auswanderten, die bereits etablierten und finanziell rüstig gewordenen vormals Flüchtlinge. Viele waren zurückgekehrt in ihre Heimatländer, in welchen sich die Situation verbessert hatte und sogar besser wurde, als in dem Land, in welchen sie vor Jahren Zuflucht suchten. Wie zum Beispiel Polen, Tschechei, Albanien und andere mehr. Es hörten aber nicht weitere Flüchtlinge in das Land zu kommen. Die verlassenen alten Erdgeschoss und Kellerwohnungen in den Griechischen Grossstädten blieben nicht lange leer. Sie wurden bezogen von neuen Einwohner aus der Ukraine, Georgien,Irak, Afghanistan, Somalia, Marokko, Pakistan und viele andere.

Zu gleichen Zeit verliessen Griechenland sehr viele wertvolle Arbeitskräfte mit Hochschulbildung, junge Menschen, Griechen und die zweite Generation, der bereits etablierten früheren Flüchtlingen. Das Land wurde wieder geschwächt und das wurde ausgenützt von dem Türkischem Nachbar. Wieder ist nicht nötig seine Beweggrunde zu erörtern, dies kann man zu genüge den verschiedenen Medien entnehmen.

Ein grosses politisches Spiel geht in Europa los. Die Gemeinschaft will sich vergrössern um jeden Preis. Zu spät merkt sie, dass der Preis dann doch zu hoch wurde. Die Tore sind aber offen. Nur mit Gewalt und grösster Anstrengung und das nicht einmal ganz, schliesst man sie. Dabei gibt es Leidtragende auf beiden Seiten. Die einen haben den Hilfe Angebot überschätzt und die Anderen? Haben es vielleicht «anders gemeint?» «Nur die können kommen, welche wir brauchen und die anderen können in den Grenzstaaten bleiben?« Niemand war bereit so etwas zu glauben. Der Druck aus der benachbarten Türkei, welche selbst die Millionen Flüchtlinge generierte und schon lange instrumentalisierte, wurde unerträglich. Es reichte nicht der Krieg, welchen sie im eigenen Land gegen die Kurden führte. Sie trug diesen noch in ihre Nachbarstaaten Irak und Syrien. Sie zerstörten systematisch Städte und Dörfer jagten die Bewohner von einem Ort zu andern bis sie «Zuflucht fanden in den Riesigen Lagern extra zu diesem Zweck hergerichteten. Dort versprach man den Menschen, dass man sie nach Europa schickt, wo sie alles bekommen, was sie sich nur wünschen können. Dazu benützten sie auch die Afghanische Flüchtlinge, welche sich bereits auf der Flucht auf dem Irakischen gebiet befanden. Diese Junge Menschen sind schwer von Krieg bereits geprüft und sehr militant. Mit einer entsprechenden Unterweisung wurden sie in die Flüchtlings Gruppen eingeschleust und dort sorgen sie bis heute für die grössten Schwierigkeiten mit der Bewältigung der Organisation und Führung der Flüchtlings Heimen und Einrichtungen.

Dann in der Verzweiflung und unter dem erpresserischen Druck aus der Türkei, schritt die politische Führung der EU zum Abschluss eines sehr unethischen Vertrags. «Flüchtlinge, welche in die Grenzgebiete der EU gelangen, sollen dort aufgenommen und registriert. Welche Anspruch auf Asyl haben, sollen ihn dort bekommen, übrigen sollen zurück in die Türkei geschickt werden. Die EU wird dann von den Lagern in der Türkei, Asylberechtigte Flüchtlinge aufnehmen in der Zahl der zurückgeschickten. So sind auf den griechischen Grenzinseln tausende Flüchtlinge gestrandet. Sie waren natürlich sehr wohl ausgewählt und instruiert. Ihre Identifizierung war praktisch unmöglich und sie zurück zu schicken sowieso. So sind aus den Provisorischen Notlagern Dauer Slums geworden, über welche sich jetzt die ganze Welt empört. Eine interessante Auflage dabei war auch, dass diese Flüchtlinge auf diesen Inseln bleiben mussten, sonst würden sie nicht zurückgenommen. Wozu diente diese Auflage? Das liegt auf der Hand. Diese Inseln waren sehr touristisch aktiv und erfolgreich. Das störte natürlich den Nachbar, war ja potentielle Konkurrenz. Dennoch schloss man diesen Pakt mit der Türkei um das Hinterland zu schützen und missachtend den Schaden, welchen die Länder-Mitglieder genauso der EU, wie die Hinterländer, erleiden werden. Sie wurden lediglich der Unmenschlichkeit geschimpft, wenn sie sich wehrten. Immer wieder, wenn man von der Welt da draussen nichts anderes zu berichten hatte, erinnerte man sich auf das Lager Moria auf Lesbos. Man hatte «Thema». Dann diskutierte man wieder ein bisschen und schimpfte über die allgemeine falsche Flüchtlingspolitik, fand keine Lösung und liess die heisse Kartoffel wieder fallen. Andere sollten sich damit befassen. Man baute lieber Zäune an den aussen Grenzen des eigenen Landes. Bei den Kommission Konferenzen klopfte man dem Griechischem Minister auf die Schulter. Man hatte ja so viel Verständnis und versprach jegliche Unterstützung. Nur, die Verteilung, oder Übernahme Teils der Flüchtlinge kam nicht in Frage. Die Zahl der legalen und illegalen Einwanderer, welcher die wenigsten können als Flüchtlinge betrachtet werden, übersteigt mit Sicherheit 200 000. Ihr Schicksal ist der gleiche heute, wie das der «Kleinasiatischen Flüchtlingen». Auch diese kamen aus der Türkei und müssen sie in Griechenland plötzlich Fuss fassen ob sie das wollen oder nicht. Sie kennen die Sprache nicht, auch die dort herrschende Kultur. Sie müssen suchen nach Arbeit in einem Land wo die Arbeitslosigkeit immer noch um die 15% ist und jetzt mit der Pandemie noch wachsen wird.

Weiss man überhaupt, wie viele Flüchtlings Heime oder Lager es in ganz Griechenland gibt? Und es kommen immer mehr dazu. Wie soll die einheimische Bevölkerung damit fertig werden? Interessiert eigentlich keinen von all den Politikern in den verschiedenen Kommissionen. «Nur nicht in meinem Land!» Das ist die grösste Sorge des jeden Einzelnen. Was wird weiter? Gar nichts. Einfach, weil

 Deutschland, welches jetzt noch die Führung hat:

Vergessen hat, soll und möchte

Und

Griechenland

Nicht vergessen kann, soll und nicht darf!!!

 

Der Brand auf der Insel Moria ist kein Zufall.

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Gedankenfalle.

Der Brand auf der Insel MORIA ist kein Zufall!!!

Aber das, was auf dem Teller lag, ist verfault und stinkt!

War es etwa nicht vorhersehbar, dass jetzt mit der Corona Pandemie die Probleme auf der Insel Lesbos zu Kettenreaktion führen werden?!

Da hatte man sich lieber mit dem Problem Nawalny befasst und mit Belarus. Probleme ausserhalb der EU. Griechenland ist zwar etwas weiter von der Grenze Polens oder Deutschland, aber INNERHALB der Grenze der EU.

Das, was aber monatelang ALLE beschäftigen sollte, kehrten sie unter dem Teppich. Sie ALLE liessen sich von der Türkischer Regierung erpressen und hinters Licht führen. Dieser ominöser Vertrag, welcher über die Flüchtlinge und über Griechenland abgeschlossen wurde, hat unweigerlich dazu geführt. Lassen sie sich das von Frau Merkel erklären.

Und was jetzt? Griechenland wird weiter bis aufs äusserste bedroht, darf sich aber nicht wehren, damit die übrigen Mitglieder der EU nicht genötigt werden zu reagieren. Es ist so bequem die Augen zu schliessen vor dem Offensichtlichen.

Dabei müssten alle Länder der EU aufs äusserste alarmiert sein. Diese Geschichte ähnelt ach so sehr der Zeit, als Hitler die Sudeten haben wollte und die lieben Alliierten der damaligen Tschechoslowakei, haben diese GENÖTIGT es abzutreten. Hat es damals geholfen? Hitler ist bis vor Moskau gekommen.

Erdogan will NUR EIN PAAR GRIECHISCHE INSELN DIE JA SOWIESO ZU NAHE SIND AN SEIN FESTLAND. Dass die Staatsgrenze ja irgendwo verlaufen muss, ist ihm egal. ER träumt davon, sie wieder bis vor die Tore Wiens zu bringen und wenn möglich noch ein Stückchen weiter.

Das interessiert natürlich die nördlichen Länder nicht. Sie fürchten sich lieber vor Russland und was unter ihren Füssen geschieht, geht sie nicht an.

Vielleicht kennt man dort nicht den Spruch: Wenn bei meinem Nachbar das Haus brennt, eile ich zu Hilfe, löschen mein Haus.  

Wenn man nicht von Rand des eigenen Tellers hinaus sieht, dafür aber nach dem Dessert des weit entfernten Nachbars schielt.

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Gedankenfalle.

Wenn man nicht von Rand des eigenen Tellers hinaus sieht, aber dafür nach dem Dessert des weit entfernten Nachbarn schielt.

Kann sich die EU überhaupt an irgend Etwas einigen? Das ist zweifelhaft. Sogar die wirtschaftlichen Interessen des jeden Einzelnen sind verschieden. Und politischen Bestrebungen? Das ist erst ein Verflecht von persönlichen, wirtschaftlichen, international lobyistischen, protektionistischen, aussen und innen politischen Wunschträumereien.

Wer von den Einzelnen «Mitglieder» betrachtet sich als Teil des Ganzen? Und ist imstande und auch des Willens dieses Ganze auch zu unterstützen und verteidigen, wenn es bedroht wird? Ist es vielmehr nicht so, dass alle sich sehen  als Teil des Ganzen immer nur dann, wenn es um das Teilen geht? Aber verstehen wir uns richtig! Nicht dann, wenn man einen Teil an Jemand, geben soll! Nein, NUR dann, wenn man ein Teil von Ganzem bekommen MÖCHTE!

Kann eine solche Gemeinschaft auf die Dauer bestehen? Was meinen sie? Was passiert dann, wenn das ALLES, was zu vergeben war, verteilt und verbraucht wird, egal wie, und niemand und nie bereit ist, ETWAS ZU GEBEN?!

Zuerst gehen ein, die schwachen Mitglieder, welche sowieso bei der Verteilung der Güter und der Lasten benachteiligt wurden. Nachher bleiben übrig die paar starke und Kämpferische Mitglieder, welche sich dann wie schon so oft in der Vergangenheit, in die Haare geraten.

Es wird keine Mutter kommen, welche den Kuchen gerecht verteilt und auch die Pflicht, danach die Teller abzuwaschen!