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Der Grosse Fehler

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Gedankenfalle.

Der grosse Fehler.

Ja, hinterher weiss man es immer besser.

Welcher Fehler? Welche Fehler?

Warum sucht man danach? Selbstverständlich, damit man es nächstes mall besser macht.

Zuerst suchen wir, ob es Fehler war, etwas nicht gemacht zu haben.

Dann sehen wir, was wir besser nicht gemacht hätten.

Zuletzt machen wir uns Gedanken, was wir nächstes mall, und das wird sicher kommen, egal wann, besser machen können mit den, bis jetzt, erworbenen Erfahrungen und Kenntnissen.

1.Fehler.

Die Grenze zu Italien wurde zu spät gesperrt. Die Rechtfertigung: Die so nötig gebrauchten Pendler Arbeitskräfte vor allem in Pflegeberufen und Gastronomie würden fehlen und die Wirtschaft der anliegenden Kantone schwer schädigen. Sicher war dieses Zögern falsch. Der Beweis ist, dass es später doch gemacht wurde.  Leider konnte man doch nicht den Wirtschaftsschaden der Kantone verhindern. Dazu kam noch der schwere Schaden des Gesundheitswesens. Alles kam zu erliegen. Die Pendler aus Italien haben die Krankheit eingeschleppt.

Heute weiss man, dass die rechtzeitige Abschottung des Infektionsherdes die erste Massnahme der Bekämpfung der Infektion ist.

2.Fehler.

Da muss man sich zuerst Gedanken machen über bestimmte Begriffe, welche wir wahrscheinlich, und das nicht nur in der Schweiz, falsch verstanden haben.

  1. Alters Residenz
  2. Altersheim
  3. Pflegeheim
  4. Spital

 

  1. Alters Residenz

Welche Versorgung wird den Bewohner einer Alters Residenz angeboten?

Sicher auf Basis verschiedener Dienste, welche je nach Bedarf oder Vereinbarung in Anspruch genommen werden. Sie bewegen sich frei innerhalb und ausserhalb ihrer Wohnungen und Besuchen die Angebotene Gemeinschaftsräume und Veranstaltungen nach freier Wahl wie jeder Bewohner eines beliebigen Stadtviertels. Es gibt weder irgendwelche Einschränkung der Besuchszeiten noch Ein und Ausgänge.

Die Konsequenz: Das Personal der Verschiedene Dienste ist nicht in der Alterspflege geschult. Es sind Reinigungskräfte. Gastronomie Angestellte, Kosmetik und Freizeit Beschäftigungskräfte. Sicher gibt es auch ein Vertragsarzt, welcher die Bewohner der Residenz nach Bedarf betreut.

So meinen alle, die Bewohner selbst, wie auch ihre Verwandten, dass sie dort sehr gut aufgehoben sind.

Was ist aber in der Corona Kriese passiert?

Die Menschen wurden durch die angebotenen Dienste, gerade dieser Arbeitskräfte bestehenden aus den Pendlern aus Italien, sehr schnell angesteckt. Der Arzt möglicherweise auch, oder wurde derart überlastet, dass die gesamte Versorgung zu erliegen kam.

Nein, diese Menschen wurden dort nicht gut versorgt.

 

  1. Altersheim.

In dieser Einrichtung gibt es für die Bewohner schon bestimmte Regeln.

Je nach Art des Heimes werden die Bewohner rund um die Uhr, oder auch nur Tagsüber versorgt.

Essen wird zu bestimmten Zeiten serviert und das in einem dazu bestimmten Raum.

Reinigung der Wohnräume, wie auch die Wäsche, würde von Heimeigenem Personal getätigt, wie auch der ganze Gastro Betrieb.

Sicher kümmert sich ein Vertragsarzt um die Bewohner und auch gewisse Dienste in Zusammenhang mit der Alterspflege werden auf einer lockeren Vertragsbasis angeboten.

In den meisten Heimen wird auch die Besuchszeit reglementiert. Auch wird sicher die Ein und Ausgangs Zeit oder Frequenz der Bewohner des Heimes beachtet.

Sicher besteht, und wird auch für die Nachtzeit eine Hilfebereitschaft gewährleistet.

Die Bewohner des Heimes haben immer die Möglichkeit des Zusammentreffens und Beisammenseins in dafür vorgesehenen Gemeinschaftsräumen.

Auch in dieser Einrichtung wird keinesfalls speziell für Alterspflege ausgebildetes Personal benötigt.

Auch hier meinten alle, es ist für ihre Liebsten bestens gesorgt worden.

Dann hat man die Altersheime einfach gegen aussen gesperrt. Und gegen innen? Auch. Die Bewohner mussten in ihren Zimmern eingeschlossen bleiben.

Grosser Fehler!

Genauso wie in einer grossen Familie, in welcher man sich sowieso jeden Tag zumindest bei den Mahlzeiten traf, entweder man steckte sich bereits vorher an, oder man blieb gesund. Wen die Insassen nicht ausserhalb des Heimes zirkuliert hätten, konnten sie keine Infektion von Aussen einschleppen.

Anderes war es aber mit dem gesamten Personal. Dieser war nach Beendigung des Dienstes nachaussen gewandert, hatte sehr wohl Kontakt mit möglichen Angesteckten und nächsten Tag schleppte es in das Heim zu den Insassen und auch sich selbst untereinander.

Viele wurden krank, mussten fern von Dienst bleiben und konnten nicht durch die schwierigen Umstände ersetzt werden.

Das Heim wurde zusehends mit jeglicher Hilfe unterversorgt.

Zu dem, da die Bewohner in ihren Zimmern verängstigt eingesperrt waren, merkte man sehr oft zu spät, dass sie krank wurden und sogar oft unbeholfen starben.

Auch da meinte man, dass die Art der Abschottung die richtige war. Nur man mass die gleiche Sache mit verschiedenen Massen. Die Abschottung galt weder allen in Gebäude anwesenden oder arbeitenden Personen, noch gewährleistete sie die nötige Hilfe von aussen bei Bedarf.

 

  1. Pflegeheim

In einem Pflegeheim leben Menschen, welche entweder Bettlägerig sind, oder eine schwere Behinderung haben und bedürfen im Verlaufe des Tages, und oder Nachts, Hilfe oder spezielle Pflege.

Hier benötigt man ein geschultes Personal sowohl in Behinderten, wie in Allgemein alters Pflege. Selbstverständlich dazu auch all das übrige Personal, welches nötig ist für die richtige Funktion einer solcher Anstalt.

Hier kann man von Abschottung gar nicht reden. Der Betrieb hier erlaubte sicher keinerlei Änderung.

Das Problem und dadurch Fehler war, dass hier vor allem die Massnahme der persönlichen Abschottung unbedingt nötig war. Das heisst: Masken, spezielle Kleidung, vermehrte Hygiene und Besuchsverbot, oder nur mit ebensolchen Vorsichtsmassnahmen geschützt, wie bei Personal.

Zu dem bei Erkrankung sollten die Erkrankten, wie auch ihr Pflegepersonal in einem gesonderten Teil des Gebäudes verlegt werden. Selbstverständlich müsste die Ärztliche Versorgung dort auch stattfinden. Bei Überlastung des Betriebes, blieb auch das aus.

 

  1. Spital

Einzig hier legte man das ganze Gewicht auf die richtige Versorgung der Bevölkerung. Man richtete spezielle nur für die entsprechende Erkrankung Spitale ein. Man stattete sie mit allem nötigen aus und sorgte dafür, dass für andere Notfälle die übrigen Spitale zu Verfügung standen.

Das man auch hier bis zum ausersten gefördert war, da man mit einer völlig unbekannten Krankheit und Symptomen zu kämpfen hatte, bleibt ausser Frage.

Einzig die grosse Angst, dass sie durch viel zu grossen Ansturm überlastet werden, verursachte eine Überreaktion der Regierung in der Wahl der Massnahmen.

 

 

3.Fehler

 

Das Land als solches: Regierung, Gesundheitswesen und das Volk sind nicht vorbereitet gewesen auf so eine Bedrohung und Gefahr.

Eigentlich wundert es, da diese Möglichkeit immer vorhanden war, beschrieben wird in der Anordnung vorbeugender Massnahmen für solchen Fall. Es wird sogar vorgesehen in der Verfassung.

Genauso, wie man vor Jahrzenten vorbeugende Massnahmen anordnete für den Fall einer Radioaktiven Bedrohung.

Damals verpflichtete man das Bauwesen immer ein Luftschutzkeller bei Bauplänen zu berücksichtigen, mit einer entsprechenden Türe und Lüftung. Man verteilte an die Bevölkerung Jodtabletten und empfahl einen Notvorrat anzulegen.

Wieso hatte man an eine Pandemie nicht vorbeugend gedacht? Der Gefahr war man sich doch bewusst. Entsprechend waren ja die Krisen Pläne und die Befugnisse des Bundesrats in der Verfassung. Irgendwie war man wohl abgestumpft durch die sich jedes Jahr wiederholende Grippewellen und die damit verbundenen erhöhten Sterberaten.

Die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen waren der Bevölkerung bekannt, aber leider nur von viel wenigeren befolgt. Man hatte sich daran so sehr gewöhnt, dass es beinahe auf dem Arbeitsplatz mit einer Grippe anwesend zu sein, normal war. Kein Grund für eine Absenz.

Auch das Tragen einer Gesicht Schutz Maske wurde als «nicht notwendig» betrachtet.

Wenn aber alle diese Schutzmassnahmen wichtig und vorgeschrieben sind zur Bekämpfung von einer Epidemie, warum die Masken zu Anfang plötzlich Mangelware wurden, das gleiche das Desinfektionsmittel, und heute immer noch so schwer auffindbar im Handel sind und dazu noch unnahbar teuer?

Wie viele Menschen können für dies Artikel des ständigen und Täglichen Bedarfs diese Preise zahlen, wenn sie es überhaupt im Handel finden? Das ist aber nicht das wesentliche, sondern der grosse Fehler darin.

Die Schutzmassnahmen Hilfsmittel waren in genügende Menge nicht vorhanden. Das hatte verursacht Sparmassnahmen dort, wo es verheerende Konsequenzen hatte. Gerade in den Altersheimen. Das Personal hätte sich von Anfang an schützen müssen mit allen uns zu dieser Zeit  bekannten Mitteln. Masken, Kleidung, Desinfektionsmittel.

 

  1. Fehler

Alle alten Menschen über 65, sollten sich Zuhause isolieren. Das auch dann, wenn es für alle anderen eine Lockerung der Massnahmen verkündet wurde. Man würde ihnen sogar die Kommissionen Nachhause bringen, damit sie ja nicht hinauskämen. Hatte man jemanden mit weissen Haaren und etwas älter aussehend draussen gesehen, wurde er zumindest schief angesehen und sicher hatte er sich schuldig gefühlt. Mindestens zwei Monate liesse man diese Menschen eingesperrt. Als sie dann, und dass gar nicht so eindeutig Hinaus gehen durften, haben sie es kaum gewagt.

Diesen Menschen wurde ein grosser Schaden zugefügt. Körperlich und psychologisch. Dabei mit entsprechenden Schutzmassnahmen und Instruktion, welche nachher sowieso kam, könnte man es vermeiden. Die Folgen davon? Körperliche Schwäche durch Mangel an Bewegung, Anfälligkeit durch Mangel an Sonne und frischer Luft, Ängstlichkeit vor anderen Menschen, Depression durch das Fehlen des Kontakts mit anderen Familien Angehörigen.  Home Office war da vielleicht Erfolg, aber als Ersatz für einen Kontakt mit der Familie war es ein unzulänglicher schwacher Trost.

 

Wahr ist, dass es ganz normal ist, wenn über einer Gesellschaft eine Katastrophe ausbricht, die Reaktionen darauf werden weder die richtigen sein, noch auch sofort sehr effektiv. Das lässt sich nicht vermeiden. Aber vieles hätte man durch Beachtung gewisser warn Vorzeichen vorhersehen sollen, ohne zu meinen, man müsste dafür in Delphi das Orakel  fragen.

Für «die 2. Welle» sollte man aber vorbereitet sein! Vor allem die allgemeine Schutzmassnahmen sollten Gewohnheit bleiben für jeden einzelnen und alle dazu benötigten Mittel sollten bis dann in der nötigen Menge zugänglich und vor allem vorhanden sein.

Zu wenig Alkohol? Kommt ja nicht auf die Idee den Wein, welcher durch die geschlossenen Restaurants nicht verkauft wurde, zu entsorgen, wie es so üblich ist, damit die Preise dann wieder stimmen! Daraus wird Alkohol 1. Klasse!

Und zuletzt!

Wenn wir schon von Vorbeugen sprechen. Möglicherweise werden sie denken, es gehört jetzt nicht hier hinein. Eigentlich nicht, aber dann wieder doch.

Schon lange spricht man von einer Gefahr eines starken Erdbebens. In der Schweiz fast unbekannt, aber doch vorhanden. Der Basler Münster kann davon eine Geschichte erzählen. Eine gewisse Aktion in dem Vorhaben die bestehenden Gebäude auf ihre Standhaftigkeit zu prüfen, war da. Was hat man dabei festgestellt und was man dabei weiter zu unternehmen gedenkt, bleibt wohl wieder in den Akten geschlossen. Was aber das wichtigste wäre, diesmal die Bevölkerung rechtzeitig schulen und informieren, wie für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Das betrifft alle Bereiche: Schulen, Büros, Fabriken, Haushalte, Spitale, Altersheime!

Das sind keine Horrorszenarien! Es geht darum, dass es keine werden!

 

Spinalonga umgekehrt

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Gedankenfalle.

       Spinalonga umgekehrt.

Was bedeutet dieses schöne Wort? Es ist der Name einer kleinen griechischer Insel, welche liegt am nördlichen Eingang der Elounda-Bucht der griechischen Insel Kreta. Diese kleine Insel hat eine bewegte und dunkle Geschichte.

Wie auch an anderen Orten, wehrten sich die Völker verschiedener Länder vor den Infektionen sehr gefährlicher Krankheiten, vor allem der Lepra-Ausass.

Da die Lepra eine sehr schlimme und unheilbare Krankheit war, lange dauerte und niemand wusste wie sie sich übertrug, sonderte man die Kranken abseits ihrer Wohngebiete.

Wenn diese Wohngebiete in der Nähe von Meer waren und es dort auch kleine Insel gab, welche die Möglichkeit boten, eine sichere Trennung von der übrigen Bevölkerung, war es die ideale Lösung des Infektionsproblems. Dort konnte man auch die ankommenden Schiffe in Quarantäne die nötige Zahl Tage halten, bis man sich sicher war, dass keine Gefahr von Infektion drohte.

Warum schreibe ich das aber jetzt?

Heute hat man auch mit einer unbekannten Infektion zu kämpfen, von welcher wir nur sehr wenig wissen und wie wir mit ihr fertig werden können.

Anhand der bestehenden Erkenntnissen, versuchen wir uns zu wehren.

  1. Erkenntnis: Die Krankheit verbreitet sich sehr schnell.
  2. Erkenntnis: Die Krankheit hat bei manchen, vorwiegend alten oder geschwächten Menschen sehr schweren bis tödlichen Verlauf.
  3. Das Gesundheitswesen könnte an seine Grenzen kommen und diese sogar überfordern.
  4. Gegen den Erreger, obwohl bekannt, besteht bis heute kein Medikament, noch Impfung.

 

Wie wehrt man sich heute gegen eine solche Gefahr? Das, was ich anfangs beschrieben habe, betrifft Zustände von Hunderten von Jahren bevor. Und jetzt?

Sehen wir uns das also an.

Die Kreuzfahrtschiffe mit Tausend und mehr Passagieren durften in keinem Hafen anlegen, obwohl viele von ihnen krank waren und manche auch starben. Es gab keine Insel oder Inselchen, welches sie aufnehmen würde.

In vielen Ländern wurde das Gesundheitssystem wirklich überlastet und erlag fast der Überforderung. Viele Menschen starben in ihren Wohnungen ohne Ärztliche Hilfe.

In vielen Altersheimen war die Lage noch dramatischer. Auch die Ärzte und das Pflegepersonal wurde krank und viele von ihnen starben.

Daraus mussten die Regierungen eine Lehre ziehen, und dass sehr schnell. Da gab es keine Spinalonga auf welcher man die vielen unbekannten Angesteckten absondern konnte.

  1. Jeder einzelne musste von den Anderen abgesondert werden, um so die Ansteckungsgefahr zu minimieren.
  2. Man hatte sich schützen müssen mit den bekannten Mitteln: Desinfektion der Umgebung, Hände und Gegenstände, Masken, Handschuhe, spezielle Kleidung.
  3. Alle nicht Lebensnotwendige Betriebe wurden geschlossen.
  4. Gearbeitet wurde von Zuhause.
  5. Alle zwischenmenschlichen Kontakte wurden vermieden.
  6. Versammlungen jeglicher Art wurden verboten.
  7. Die Altersheime wurden nachaussen gesperrt. Dennoch gab es dort die meisten Todesfälle, da die Krankheit dort durch die Besucher vor der Sperrung und das Pflege Personal nachher eingeschleppt wurde.

 

Auf diese Weise vermied man zumindest in der Schweiz das schlimmste. Die Überforderung des Gesundheitssystems.

Die Krankheit wurde wenigstens für den Moment gestoppt. Was weiter aber?

Etwas mehr Kenntnisse über die Krankheit erwarben die Wissenschaftler aber doch.

 

  1. Für die jüngere Bevölkerung ist die Krankheit nicht so verheerend.
  2. Für die ältere und bereits angegriffene Menschen aber doch.
  3. Das Gesundheitssystem gilt es zu schützen und unterstützen.
  4. Wenn alle anderen wieder Arbeiten gehen dürfen und sich frei bewegen können, natürlich mit den nun angelernten Vorsichtsmassnahmen, die Alten und Gebrechlichen bleiben weiter eingesperrt. Die könnten dem Gesundheitssystem gefährlich werden.

Spinalonga gibt es in der Schweiz nicht, leider. Anstatt dessen bleiben die Alten weiter separiert- Zuhause.

Ich frage mich nur, was schützt man dadurch? Das Gesundheitssystem, oder die Alten, wie man es immer zu verlauten gibt?

Hat man sich überhaupt klargemacht, dass dadurch eine Intoleranz gegenüber den Alten gezüchtet wird, welche man dann für alle die entstandenen Schwierigkeiten verantwortlich machen wird?

Dabei ist bereits schon lange bekannt, dass die Alten und Gebrechlichen, besonderes bei dieser Krankheit, keine langandauernde künstliche Beatmung retten kann, weil die Rehabilitation danach für sie  praktisch unmöglich ist.

Mein Vorschlag um das sich anbahnende Generationsproblem zu vermeiden ist:

Ehrliche Information und Vermeidung jeglicher Politischer Ausnützung. Wenn sich alle an den Vorgeschriebenen Vorsichtsmassnahmen halten, braucht niemand eingesperrt sein, die Krankheit wird bekämpft und alle sind als Gesellschaft um eine Erfahrung reicher.

 

Eine Triage vor der Triage

Geschrieben von Blanca Maria Kallivroussis. Veröffentlicht in Gedankenfalle.

Eine Triage vor der Triage.

Die Alten schützen? Die Alten nicht schützen?

Das Gesundheit System Schützen? Nicht schützen, sondern stützen?

Wen behandeln? Wie behandeln?  Wer soll es machen?

Wie sich schützen? Wie lange? Wovor? Wovon?

Die Informationen jagen eine die Andere, sie wechseln, sie ändern sich, eine widersprüchlicher als die andere.

Zum Schluss wissen wir weniger als am Anfang.

Oder doch Etwas?

Die neue Krankheit ist schlimm. Sie ist für gewisse Altersgruppen tödlich. Sie könnte unser Gesundheit System lahmlegen. Wir sind darauf nicht vorbereitet weder organisatorisch noch materiell.

Die einzige Lösung? Triage.

Was ist das? Mit einfachen Worten, Auswahl. Wer soll gerettet werden und wer nicht.

Das ist sehr richtig, aber wer soll das machen? Bis jetzt und auch nach den Erfahrungen aus dem letzten Krieg, waren mit dieser Aufgabe die Ärzte beauftragt und belastet.

Nun haben diese Aufgabe die Politiker übernommen zusammen mit der Unterstützung der Ärzte verschiedener Richtungen und Spezialisierung.

Das dabei auch Fehler passieren, ist klar und auch normal, denn niemand wusste womit man da zu tun hatte.

Jedes Land hatte versucht für seine Bevölkerung das beste zu tun. Das kann man zumindest hoffen.

Manchmal glaube ich, ist aber dabei die Menschlichkeit auf der Strecke geblieben.

Ohne die einzelnen Länder zu nennen, sehen wir uns die Bemühungen an, und auch die Wirkung.

Wahr ist, ob Falsch, oder Richtig, nach dem die Gefahr gebannt wird, wird es auch sehr schnell vergessen. Bis auf eins: die Auswirkung, welche es auf die Wirtschaft haben wird, wird noch Jahre lang nachhallen.

Wie man sich richtig verhält in einer Epidemie, deren Art und Wirkung man nicht kennt, hat man schon im alten China gewusst. Im Grunde genommen, hat sich darin nicht viel geändert.

Im Vordergrund steht natürlich das Wohl unseren Nächsten. Das betrifft sowohl die Familie als solche, wie auch die einzelnen Staaten, egal ob sie in einer weiteren Gemeinschaft eingegliedert sind. Deren Regeln unter diesen Umständen werden brüchig. Dann ist jeder sich selbst der Nächste, leider.

So hatte man fast überall entschieden, dass die alten Menschen, welche an anfälligsten auf die neue Krankheit sind, von der übrigen Gesellschaft zu separieren= Schützen sind.

Wahr ist, wenn diese Gesellschaftsgruppe massenweise erkrankt wäre, würde das nicht vorbereitete Gesundheit System sofort kollabieren und alle anderen Altersgruppen würden unversorgt bleiben.

Da hatte man diese Gruppe einfach abgesondert, vor der Erkrankung geschützt und den anderen dadurch die Versorgungsmöglichkeit gegeben.

Das war also, die erste Triage, noch bevor der Ernstfall eingetreten war.

Eine Tatsache ist, dass wenn sehr alte Menschen langzeitbeatmet werden und unbeweglich im Bett liegen bleiben, verschwindet bei ihnen rasch die Muskelmasse, die sie noch haben, welche aber nach möglicher Genesung praktisch oder sehr schwer wiedererlangt werden kann. Das heisst, solcher Patient ist nach seiner «Rettung» schwer behindert und sein weiteres Leben sowieso kurz, von weiterer Hilfe abhängig, leidvoll und wahrscheinlich wenig lebenswert wird.

Deshalb hat man in manchen Ländern die Wahl zwischen Intensiv oder Palliativ Behandlung im Falle einer Erkrankung an dieser gefährlichen Krankheit, den alten Menschen selbst überlassen.

In manchen Ländern ist man da aber viel rigoroser vorgegangen. Man hat diese Menschen einfach von der Rettung und Behandlung von vorneherein ausgeschlossen. Sie starben einfach in ihren betten in Altersheimen. Ob man es da einfach entschieden hatte, oder es durch organisatorische und finanzielle Versäumnisse oder Unzulänglichkeit passiert war? Wer wird es morgen noch fragen?

Es gab da manchenorts aber auch eine andere Triage vor der Triage, welche viel schwerwiegender ist.  Wenn aus Angst vor Ansteckung von einer unbekannten Krankheit die Türen von Spitälern geschlossen bleiben und die angesteckten, egal welchen Alters, Patienten draussen bleiben sich selbst überlassen und manche von ihnen Zuhause ohne Hilfe, obwohl sie darum gebeten hatten, sterben, ist es was? Politik? Dann natürlich kann man behaupten, die Kapazität der vorhandenen Spitäler wurde nicht überlastet und auch hatte man genug leere Intensiv Betten zu Verfügung.

Wer ist der, wo einfach so aus irgendeiner Überzeugung über das Leben und Überleben der Einwohner seines Landes urteilen darf? Und mit welchem Recht?

Jede Richtige Regierung eines Landes ist verpflichtet, um das Wohl seiner Bürger zu sorgen und zu Vorsorgen, so dass sie in Krisen so gut wie möglich unbeschadet überleben. Es ist sicher nicht immer möglich alle zu retten. Aber da muss dann der Mensch im Vordergrund stehen und nicht die Reputation, weder irgendwelche Ideologie, Politik, noch Wirtschaftliche Interessen.

Fehler werden sicher in dieser schwierigen Zeit geschehen. Nur lernen daraus, um die gleichen in der Zukunft vermeiden zu können, werden wir nur dann, wen sie uns als Fehler wirklich bewusst werden.